POTSDAMER TAGE
DER WISSENSCHAFTEN

#PTDW

ASK A
SCIENTIST

Am 8. und 9. Mai beantworteten 15 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über 100 Fragen, die uns in der Rubrik ASK A SCIENTIST erreichten. Lerne hier unsere Forscherinnen und Forscher kennen und sieh dir die Aufnahmen des Live-Streams an.

Dr. Anna Luise Kiss

Forschungsbereich: Filmwissenschaft

 

Foto: Dieter Chill

Anna Luise Kiss ist PostDoc an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und leitet aktuell das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt «Das filmische Gesicht der Städte». Sie war bereits mehrere Jahre als Schauspielerin tätig, als sie ein Studium der Kulturwissenschaften aufnahm. Nach dem B.A. folgte ein Masterstudium in Medienwissenschaften an der Filmuniversität. Sie ist Herausgeberin des Sammelbandes «Jede Menge Perspektiven. Der Regisseur Herrmann Zschoche» und gemeinsam mit Dieter Chill von «Pathenheimer: Filmfotografin. DEFA Moviestills» sowie Mitherausgeberin des FFK Journal 2020. Ihre Dissertation «Topografie des Laiendarsteller-Diskurses » ist im März 2019 bei Springer VS erscheinen. Ebenfalls in 2019 ist «Eine Medienwissenschaftlerin und eine Schauspielerin unterhalten sich über Performanz in ihrem beruflichen Alltag. Eine Text-Performance» in Thomas Etzemüllers (Hg.) «Der Auftritt. Performanz in der Wissenschaft» erschienen. Von 2016 bis 2018 war Kiss als Vizepräsidentin für Forschung und Transfer an der Filmuniversität tätig und leitete anschließend den Bereich Forschung, Transfer und Gründung. Als wissenschaftlicher Fellow des Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes befasst sich Kiss unter anderem mit dem Abbau von Klassismus und neuen Formen der Lehre und Forschung in Ausbildungseinrichtungen der Kultur- und Kreativwirtschaft.

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M.Sc. Hanna Wortmann

Forschungsbereich: Gesundheitspsychologie (Gesundes Essverhalten und Nahrungswahl)

 

Foto: Hanna Wortmann

Seit Abschluss ihres Psychologiestudiums in 2018 forscht Hanna Wortmann als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Beratungspsychologie der Universität Potsdam im NutriAct-Projekt “Food Choice – Nahrungsauswahl“. In dem Teilprojekt werden neurobiologische, psychologische und soziale Einflüsse auf die Nahrungsauswahl sowie die Rolle der Familie über verschiedene wissenschaftliche Disziplinen hinweg untersucht. Als Psychologin beschäftigt sich Hanna Wortmann auch mit der Frage, was ein gesundes Essverhalten ist, um darauf aufbauend passende Präventions- und Interventionsansätze für eine gesunde Ernährungsweise zu identifizieren und zu etablieren. In ihrer Doktorarbeit forscht Hanna Wortmann zur Food Neophilie, also der Bereitschaft, unbekannte und neue Lebensmittel auszuprobieren. Die Steigerung dieser Bereitschaft könnte eine vielversprechende Strategie darstellen, die Qualität der Ernährung langfristig zu verbessern und den gesundheitsschädlichen Folgen einer unzureichenden und einseitigen Ernährung vorzubeugen. Aufbauend auf der Validierung eines Messinstruments zur Erfassung der Food Neophilie untersucht Hanna Wortmann den Zusammenhang zur Ernährungsqualität und damit die Bedeutung der Food Neophilie im Kontext der Ernährungsprävention. Zudem erforscht sie, ob der Food Neophilie unbewusste Einstellungen gegenüber unbekannten Lebensmitteln zugrunde liegen.
Grundlage ihrer wissenschaftlichen Untersuchungen sind auch Daten aus der web-basierten NutriAct-Familienstudie. Sie versucht Antworten zu finden auf die Frage, welche gesundheitsorientierten Ernährungsweisen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren gut umgesetzt werden können. Mehr als 1000 Teilnehmende überwiegend aus dem Raum Berlin-Brandenburg konnten dafür gewonnen werden. Die Studie will auch klären, ob und wie sich die Nahrungsauswahl von der Kindheit bis in die derzeitige Partnerschaft verändert hat. Dafür wurden die Teilnehmenden, ein Paar sowie ein Geschwister, über Online-Fragebögen u. a. zu Essverhalten, körperlicher Aktivität und Lebensqualität befragt.
Die NutriAct–Familienstudie und das Projekt „Food Choice“ sind Teilprojekte des seit 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Kompetenzclusters Ernährungsforschung NutriAct. Derzeit arbeiten im Verbundprojekt Partner aus 12 Forschungseinrichtungen und mehr als 20 Unternehmen in sechs Teilprojekten zusammen, um den Gesundheitsstatus der Bevölkerungsgruppe „50 plus“ zu verbessern.

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Dr. Oliver Schlüter

Forschungsbereich: Qualität und Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln, alternative Ressourcen wie essbare Insekten

 

Foto:

Nach der Ernte nehmen unsere Lebensmittel einen langen Weg, bevor sie schlussendlich in unseren Bäuchen landen. Damit Obst, Gemüse, Fleisch und Milch bei der Lagerung und Verarbeitung frisch und sicher bleiben, gibt es viel zu beachten und noch mehr zu erforschen. Als Koordinator des Forschungsprogramms „Qualität und Sicherheit von Lebens- und Futtermitteln“ befasst sich Dr. Oliver Schlüter mit neuartigen Technologien in der Aufbereitung und Verarbeitung von frischen Lebensmitteln (Hochdruck, Atmosphärenplasma, Hochspannungsimpulse). Gleichzeitig arbeitet er mit aufkommenden Bioressourcen wie Insekten, Algen und Halophyten, welche Basisbestandteile für unserer Nahrung liefern und gleichzeitig abseits von klassischen landwirtschaftlichen Räumen wachsen können.

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Prof. Dr. Bettina Matzdorf

Forschungsbereich: Zahlungen für Ökosystemleistungen

 

Foto: Katharina Richter / ZALF

Frau Prof. Dr. Bettina Matzdorf leitet eine interdisziplinäre Forschungsgruppe am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V., die sich mit Zahlungen für Ökosystemleistungen beschäftigt. Sie hat zudem eine Professur für „Ökosystemleistungen – Ökonomische und planerische Aspekte“ an der Universität Hannover inne. Mit AgoraNatura entstand unter ihrer Leitung ein Online-Marktplatz für zertifizierte Naturschutzprojekte (www.agora-natura.de). Hier können sich Menschen finden, um gemeinschaftlich und effektiv in ihrer Region Naturschutz zu unterstützen. Hier treffen die Landwirtin auf den engagierten Unternehmer und der Landschaftspfleger auf die Bienenfreundin. Gemeinsam sorgen sie für mehr biologische Vielfalt und Naturleistungen in der Landschaft: Die einen durch ihren Einsatz auf der Fläche – das Ansäen, Pflegen oder einen behutsamen Rückzug. Die anderen durch ihre finanzielle Unterstützung. Investorinnen und Investoren unterstützen zertifizierte Naturschutzprojekte durch den Erwerb von Naturschutzzertifikaten. Landnutzerinnen und Landnutzer, Umweltorganisationen und -akteure setzen diese Projekte schließlich um. Gemeinsam schaffen sie zusätzliche Naturschutzflächen mit messbarem Mehrwert.

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Prof. Dr. Johan Lilliestam

Forschungsbereich: Dynamik der Energiewende

 

Foto: Lotte Ostermann

Prof. Dr. Johan Lilliestam leitet die Gruppe Dynamik der Energiewende am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam. Zugleich ist er Professor für Energiepolitik an der Universität Potsdam. In seiner Forschung untersucht er politische Strategien, Richtlinien und Instrumente für einen Umbau zu einem komplett erneuerbaren Energiesystem. Dabei interessieren ihn vor allem die Interaktionen zwischen verschiedenen politischen Richtlinien und den angestrebten Zielen. Seine Arbeit wird vom Europäischen Forschungsrat (ERC) unterstützt.

Zuvor war er bis 2019 Assistenzprofessor und Vorsteher der Forschungsgruppe Politik der erneuerbaren Energien am Institut für Umweltentscheidungen an der ETH Zürich, Schweiz. Bis dahin war er Oberassistent in der Gruppe Klimaschutz und -anpassung ebenfalls an der ETH Zürich.

Er promovierte am Departement für Environmental Science and Policy an der Central European University in Budapest, Ungarn, in 2013. Zwischen 2007 und 2013 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und 2009 bis 2013 am Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg, Österreich.

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Prof. Dr.-Ing. Klaus Höschler

Forschungsbereich: Neue, klimaneutrale Luftfahrtantriebe

 

Foto: BTU Cottbus - Senftenberg

Prof. Dr.-Ing. Klaus Höschler studierte Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Turbomaschinen an der RWTH Aachen und promovierte dort zu Material- und Lebensdauermodellen für Hochtemperaturwerkstoffe. Nach einer 16-jährigen Industrietätigkeit in diversen. Fach- und Führungspositionen in der Luftfahrtindustrie, unter anderem als Chefkonstrukteur für Flugtriebwerke, arbeitet er seit 2012 als Professor für Flug-Triebwerksdesign an der BTU Cottbus-Senftenberg. Neben seiner Tätigkeit als Professor ist er als Studiengangsleiter zuständig für die inhaltliche Ausgestaltung des Studiengangs Maschinenbau, Sprecher des Instituts für Verkehrstechnik, Mitglied im akademischen Senat sowie Direktor des Rolls-Royce Forschungszentrums University-Technology-Centre (UTC) an der BTU zum Thema „Multidisciplinary Process Integration“. Die BTU ist damit Teil eines weltweiten Forschungsnetzwerkes hochkarätiger Universitäten. Zusätzlich bereitet Prof. Höschler zusammen mit seinem Kollegen Prof. Georg Möhlenkamp und der akademischen Mitarbeiterin Frau Dr. Jane Worlitz ein in Europa einzigartiges Zentrum zur Erforschung neuartiger Luftfahrtantriebe, den sogenannten hybrid-elektrischen Antrieben, vor. Diese werden einen entscheidenden Anteil an der Erreichung der Klimaneutralität der Luftfahrt bis zum Jahr 2050 haben. Das Forschungszentrum namens CHESCO (Centre for Hybrid-Electric Systems Cottbus) wird hierbei in enger Abstimmung mit dem sich parallel im Aufbau befindenden Institut für Elektrifizierte Luftfahrtantriebe des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt vorbereitet und gebaut. Prof. Höschler forscht zu den Schwerpunkten Triebwerksinstallation und –integration, Automatisierung von Konstruktions- und Analyse-Methoden sowie Multifunktionale Systemintegration. Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Forschungsbereiche. In zukünftigen Flugzeugen wird die Antriebstechnik sehr viel stärker in die Flugzeugstruktur integriert. Insbesondere bei sogenannten verteilten Systemen, bei denen mehrere elektrisch angetriebene Propeller an den Flügeln verteilt werden, spielen die geometrische, die thermische und die elektrische Integration eine sehr große Rolle. Die Erforschung und schnelle Inbetriebnahme dieser neuen Antriebe kann nur durch schnelle Innovationszyklen erreicht werden, die wiederum auf automatisierte Konstruktions- und Analysemethoden angewiesen sind. Die Minimierung des zusätzlichen Gewichtes kann z.B. durch die Integration mehrerer Funktionen innerhalb einer Komponente unter Berücksichtigung der hohen Sicherheitsanforderungen der Luftfahrt erreicht werden.

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Dr. Eva Börgens

Forschungsbereich: Erdsystemmodellierung

 

Foto: GFZ

Frau Dr. Eva Börgens arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ. Ihr Studium der Geodäsie und Geoinformation absolvierte sie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Nach Ihrer Doktorarbeit an der Technischen Universität München kam sie nach Potsdam an das GFZ, um hier als Geodätin zu arbeiten. In der Sektion ‚Erdsystemmodellierung‘, in der Frau Börgens tätig ist, werden Satellitendaten und globale Modelle miteinander kombiniert, um ein genaueres Verständnis über unsere dynamische Erde zu erlangen. Die Forschungsergebnisse von Frau Börgens und ihren KollegInnen, liefern mit der Auswertung von Daten der Satelliten ‚GRACE‘ und ‚GRACE-FO‘ wichtige Erkenntnisse in den Themenbereichen: grönländische Gletscherschmelze, Dürren in Mitteleuropa und Grundwasserabsenkungen in Nordindien. Ein Beispiel: Im Jahr 2019 gab es in Mitteleuropa ein Wasserdefizit von 150 GigaTonnen. Wollte man dieses Defizit ausgleichen, bräuchte man das 10.000fache Wasservolumen des Wannsees.

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Prof. Dr. Harald Pfeiffer

Forschungsbereich: Gravitationswellen, Schwarze Löcher und numerische Relativitätstheorie

 

Foto: Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik

Prof. Harald Pfeiffer ist Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut). Er erforscht Gravitationswellen und Schwarze Löcher. Gravitationswellenastronomie ist ein sehr junges Forschungsgebiet. Erst 2015 gelang die erste Messung dieser Wellen in der Raumzeit, die Albert Einstein bereits 1916 vorhergesagt hatte. Mit Gravitationswellenobservatorien können wir die bislang dunkle Seite des Universums erkunden. Denn mit diesen Detektoren sehen wir Ereignisse, wie z.B. die Verschmelzungen von Schwarzen Löchern, die wir mit optischen Teleskopen nicht beobachten können. Prof. Pfeiffer berechnet die Zusammenstöße von Schwarzen Löchern und Neutronensternen auf Hochleistungscomputern. Mit den berechneten Wellenformen kann man dann in den Messdaten der Gravitationswellen-Detektoren nach den Signalen der Kollisionen suchen. Denn diese „Fingerabdrücke“ der Gravitationswellen sind so schwach, dass man genau wissen muss, wonach man sucht, um die Signale auch wirklich zu finden. Mit numerisch-relativistischen Simulationen findet Harald Pfeiffer heraus, wo im Universum ein Zusammenstoß stattfand, welche Massen die Schwarzen Löcher hatten und wie lange die Kollision her ist. Mit keiner anderen Methode können wir Schwarze Löcher beobachten, denn ihre Schwerkraft ist so stark, dass ihnen nichts entkommt – nicht einmal Licht, das wir mit den herkömmlichen Teleskopen sehen können.

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Prof. Dr. Birgit Elsner

Forschungsbereich: Frühkindliche Entwicklung des Denkens

 

Foto: Dr. Markus Studtmann

Prof. Dr. Birgit Elsner leitet seit 2008 die Abteilung für Entwicklungspsychologie an der Humanwissenschaftlichen Fakultät sowie das BabyLab der Universität Potsdam (gemeinsam mit Prof. Dr. Barbara Höhle). Ihre Forschung untersucht die Entwicklung des Denkens und kognitiver Fähigkeiten bei Babies und Kleinkindern (v.a. Handlungsverständnis, Imitationslernen, Steuerung intentionaler Handlungen). Mittels neurowissenschaftlicher Methoden (z.B. Elektroenzephalogramm, EEG) interessieren dabei auch die Zusammenhänge zwischen Gehirnentwicklung und kognitiven Fähigkeiten. Eine besondere Herausforderung bei dieser Forschung ist, dass Babies nicht über ihre Gedanken oder Gefühle sprechen können. Aber aus der Beobachtung des Nachahmungs- oder Blickverhaltens kann man erschließen, wie sich in den ersten Lebensjahren die Fähigkeiten entwickeln, durch die Beobachtung von Handlungen für eigenes Verhalten zu lernen, oder das Verhalten von anderen Personen wahrzunehmen und zu verstehen. Geboren und aufgewachsen in der Nähe von Hameln absolvierte Prof. Elsner Anfang der 1990er Jahre ihr Psychologie-Studium an der Georg-August-Universität Göttingen. Nach ihrer Promotion am Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung in München sowie der Habilitation an der Universität Heidelberg wechselte sie 2007 an die Universität Potsdam.

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Prof. Dr. Henrike Müller-Werkmeister

Forschungsbereich: Ultraschnelle Strukturdynamik von komplexen Molekülen und Proteinen (Physikalische Chemie/Biophysik)

 

Foto: Karla Fritze

Henrike Müller-Werkmeister ist seit September 2017 Juniorprofessorin für Physikalische Chemie an der Uni Potsdam. Zuvor forschte sie am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie/Hamburg, an der University of Toronto/Canada und an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihre interdisziplinäre Ausbildung in Biochemie und Physik spiegelt sich direkt in ihren Forschungsinteressen wieder. Frau Prof. Müller-Werkmeister arbeitet im Bereich der ultraschnellen Strukturdynamik von Molekülen – dh. ihre Arbeitsgruppe filmt “Moleküle in Aktion”. Dazu verwendet sie experimentelle Methoden, wie die 2D-Infrarotspektroskopie (in Potsdam im Labor) oder die zeitaufgelöste Röntgenbeugung (an Grossgeräten weltweit, u.a. in Hamburg, UK, US und Japan). Allen Methoden gemeinsam ist eine hohe Zeitauflösung, die im Bereich von 10^-15 s (also einem Tausendstel eines Billionstel einer Sekunde, s.g. Femtosekunden) beginnt, gepaart mit Strukturinformationen bis hin zu atomarer Auflösung. Unter anderem konnten so enzymatische Reaktionen in einem Protein in Echtzeit beobachtet werden (Mehrabi et al, Science 2019) oder auch Spindynamik in neuartigen Speichermaterialen im Detail untersucht werden (Jiang, et al. Nat. Comm. 2020). In Potsdam arbeitet die Gruppe aktuell an “neuen Filmen” zur Aufklärung von Reaktionsmechanismen, Protonentransport in Energiematerialien und Strukturdynamik von Biomolekülen.

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Dr. Sandro Dahlke

Forschungsbereich: Atmosphärenphysik: Polare Atmosphäre

 

Foto: AWI

Dr. Sandro Dahlke ist seit 2016 Atmosphärenphysiker am Alfred Wegner Institut (AWI) in Potsdam. Er befasst sich mit der Dynamik und der Beschaffenheit der atmosphärischen Säule in der Arktis, und wie diese mit Ozean und Eis wechselwirkt. Während mehrerer Forschungsaufenthalte an der AWIPEV-Station auf Spitzbergen hat er Messungen mit Wetterballonen durchgeführt, die bis in 35 km Höhe aufsteigen. Diese Messungen sind ein integraler Teil der Langzeit-Messreihe an der Station, und sie dokumentieren die raschen Klimaveränderungen in der Region, wie etwa eine häufigere Beeinflussung von atlantischen Tiefdrucksystemen aus dem Süden, die vor allem im Winter vermehrt warme, feuchte Luftmassen nach Spitzbergen transportieren, was zu der beobachteten winterlichen Erwärmung von ca. 8°C über die letzten knapp 30 Jahre beigetragen hat.
Sandro Dahlke hat als Wissenschaftler an zwei Fahrtabschnitten der MOSAiC Expedition teilgenommen, auf denen er für diverse atmosphärische Messsysteme verantwortlich war. Er hat dort sowohl die Polarnacht als auch den Polartag miterlebt, was ihm unvergessliche Eindrücke aus der zerbrechlichen und wunderschönen Arktis beschert hat.

Forschungsbereich:
Sandro Dahlke befasst sich mit der polaren Atmosphäre. Er ist daran interessiert zu verstehen von welchen Prozessen die Bewegung von Luftmassen, sowie ihr vertikaler Aufbau beeinflusst werden, sowie daran, auf welche Weise dies mit dem darunterliegenden Ozean oder Meereis gekoppelt ist. Die Arktis verändert sich so schnell wie kein anderer Ort auf der Welt, was daran liegt, dass es hier einzigartige Rückkopplungsprozesse im Klimasystem gibt, die noch nicht gut verstanden sind. Mit seiner Arbeit möchte Sandro Dahlke zu einem besseren Prozessverständnis des arktischen Klimasystems beitragen.

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Oberstleutnant Dr. Harald Potempa

Forschungsbereich: Militärgeschichte / Militärluftfahrtgeschichte

 

Foto: ZMSBw / Bundeswehr

Harald Potempa, 57, studierte an der LMU München Bayerische Landesgeschichte und promovierte mit einer Arbeit zur Kgl. Bayerischen Fliegertruppe 1914-1918. Er war von 1996-2005 Leiter des Luftwaffenmuseums der Bundeswehr in Berlin-Gatow. Er ist seit 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter und seit 2013 Pressesprecher des ZMSBw. Er hat gerade jeweils eine Arbeit zum Kleinen Krieg auf dem Balkan 1914-1945 und zum Bombenkrieg über Europa 1939-1945 abgeschlossen. Er forscht derzeit zum Thema Versailles (Partnerstadt von Potsdam) und die deutsche (Militär-)Geschichte (1682 – 1871 – 1919 – 1948), zu dem er bereits mehrere Vorträge gehalten hat. Vor 1871 handelte es sich in Deutschland bei Versailles um ein Königsschloss, nach 1871 hingegen um den Ort der Kaiserproklamation, von der Theodor Fontane berichtete.. Nach 1919 galt Versailles in vielen Kreisen als Symbol des ‚Schanddiktates‘, des Friedensvertrages. Inzwischen ist Versailles Partnerstadt von Potsdam und unweit der Schlosskopie auf Herrenchiemsee wurde ein Grundstein für das Grundgesetz der Bundesrepublik gelegt: Also ein symbolischer Ort im Wandel der Erinnerung.

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Prof. Dr. Paul Nolte

Forschungsbereich: Zeitgeschichte. Insbesondere internationale Verflechtungen, Sozial- und Ideengeschichte der Bundesrepublik Deutschland, der Geschichte der Demokratie sowie der Kultur der Moderne

 

Foto: Prof. Dr. Paul Nolte

Prof. Dr. Paul Nolte (*28.4.1963) hat am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin einen Lehrstuhl im Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften. Zudem ist er Präsident der Evangelischen Akademie zu Berlin, Mitherausgeber verschiedener Buchreihen sowie Geschäftsführender Herausgeber von ‚Geschichte und Gesellschaft. Zeitschrift für Historische Sozialwissenschaft‘ und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Garnisonkirche Potsdam (SGP).

Der wissenschaftliche Beirat der SGP hat sich am 12.10.2018 unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Paul Nolte konstituiert. Die acht Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Politik (Prof. Dr. Christiane Kuller, Prof. Dr. Eckart Conze, Dr. Axel Drecoll, Prof. Dr. Rainer Eckert, Prof. Dr. Christine Gundermann, Prof. Dr. Christian Polke, PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner) beraten die SGP bei der Planung und Durchführung aller mit dem Wiederaufbau des Turms und seiner Füllung als Ort der Erinnerung und Versöhnung verbundenen Aktivitäten.

Nolte studierte Geschichtswissenschaft und Soziologie in Düsseldorf, Bielefeld und an der Johns Hopkins University in Baltimore/USA, promovierte 1993, war Assistent von Hans-Ulrich Wehler und habilitierte 1999 in Neuere Geschichte. 1993 bis 1994 arbeitete er als German Kennedy Memorial Fellow an der Harvard University und 1998 – 1999 als Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Ab 2001 lehrte Nolte als Professor für Geschichte an der privaten Jacobs University Bremen bis er 2005 dem Ruf an die Freie Universität Berlin folgte.

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Prof. Dr. Judith Ackermann

Forschungsbereich: Digitale und vernetzte Medien in der Sozialen Arbeit

 

Foto: Andrea Hansen

Prof. Dr. Judith Ackermann ist Professorin für Digitale und vernetzte Medien in der Sozialen Arbeit. Sie lehrt am Fachbereich Sozial- und Bildungswissenschaften der Fachhochschule Potsdam. In ihren Lehr- und Transferprojekten erforscht sie Beratungsprozesse und Nachrichtenaneignung in sozialen Medien, entwickelt Computerspiele als Bildungsformate und gestaltet Formen digitalen Theaters. Ihre aktuellen interdisziplinären BMBF-Projekte untersuchen Fragestellungen von Inklusion, Partizipation, Kunst und (Kultureller) Bildung unter Bedingungen des Digitalen.

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Diplom-Hydrologe Karsten Zühlke

Forschungsbereich: Wassermanagement und Wasserqualität

 

Foto: Katrin Paulus, Stadtwerke Potsdam

Der Fachbereich Wassermanagement hat neben seiner tagesaktuellen Arbeit auch langfristige Zukunftsfragen der Wasserversorgung zu bewältigen. Für diese Entscheidungen der zukünftigen Sicherstellung der Wasserversorgung müssen die Weichen oft schon sehr früh gestellt werden.
Auf Grund der spezifischen Herausforderungen ist bei uns vierköpfiges naturwissenschaftliches Team aus Bereichen Hydrologie und Geowissenschaften beschäftigt.

Wir arbeiten auf den Gebieten Klima, Grundwasserbewirtschaftung und Trinkwasserqualität/Aufbereitung mit lokalen wissenschaftlichen Einrichtungen (PIK, GFZ, Uni Potsdam und FHP) sowie dem DVGW und der TU Hamburg-Harburg zusammen. Regionale Ingenieurbüros unterstützen uns ebenfalls in diesen Fragen.
Die Auswirkungen des Klimawandels auf das Grundwasser, Verhalten von Spurenstoffen im Grundwasser, Verbesserung der Filtration in den Wasserwerken, Entfärbung und Fragen der Grundwasserbewirtschaftung und deren Auswirkungen auf grundwasserabhängige Biotope: Das sind Themengebiete, die uns täglich beschäftigen.

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Podiumsdiskussion

Moderation

Thomas Prinzler

Wissenschaftsjournalist

Seit vielen Jahren Autor und Redakteur für Wissenschafts- und Technikthemen für rbb Inforadio, Moderator von Veranstaltungen u.a. für die Max-Planck-Gesellschaft und die Technologiestiftung Berlin.