SPRACHLANDSCHAFTEN – Die sprachliche Vielfalt Berlin, Brandenburgs entdecken

SPRACHLANDSCHAFTEN – Die sprachliche Vielfalt Berlin, Brandenburgs entdecken

Beim Erforschen der Sprachlandschaften einer Stadt erkundet man die schriftliche Sprache, die im öffentlichen Raum visuell wahrnehmbar ist. Dabei wird die Verbreitung einsprachiger sowie mehrsprachiger Zeichen untersucht. Diese Zeichen werden von verschiedenen Akteur*innen der Gesellschaft verfasst, wie zum Beispiel von öffentlichen Behörden, von Unternehmen und Geschäften, aber auch von Privatpersonen. Nicht nur der öffentliche Raum von Großstädten, sondern auch der von Kleinstädten ist geprägt von historischen sowie zeitgenössischen Spuren von Schrift. Zu denen gehören öffentliche Zeichen wie Gedenktafeln (Bild 6) oder Schilder in öffentlichen Einrichtungen (Bild 8), kommerzielle Zeichen wie Werbeplakate (Bild 11) und informelle sowie transgressive Zeichen wie Aufkleber und Graffitis (Bilder 1, 2 & 5).

Hierzu einige Beispiele:
Geschäfte können beispielsweise mittels Schilder über ihre Öffnungszeiten oder über ihre Infrastruktur (Ein- und Ausgänge) informieren (Bild 7). Aber auch mit Kunden in deren jeweiligen Sprachen und Dialekten kommunizieren, um sie anzulocken (Bilder 3 & 10). Genauso können Schilder aus kommerziellen Zwecken neue Wörter und Sprachvarietäten beinhalten (Bild 12).
Darüber hinaus sind schriftliche Zeichen nicht (immer) fix und statisch. Sie können verändert werden, etwa indem vorhandene Schilder kommentiert werden, wodurch ein sogenannter schriftlicher Dialog im öffentlichen Raum stattfinden kann (Bild 2).
Schließlich kann sich die Sprachlandschaft aufgrund neuer kommunikativer Bedürfnisse rasch verändern, wie aktuell während der Covid19-Pandemie (Bilder 4, 9).
Mit der linguistischen Sprachlandschaftsforschung untersuchen wir also die Verbreitung einsprachiger und / oder mehrsprachiger Zeichen im öffentlichen Raum, ihre sprachlichen und semiotischen Merkmale sowie ihre Funktionen und Veränderungen im Laufe der Zeit. Dabei sollen schriftliche Äußerungen, die dauerhaft oder vorübergehend im öffentlichen Raum zu finden sind, erfasst, dokumentiert und anhand einer systematischen Analyse zugänglich gemacht werden.
Die Fotogalerie zeigt Schilder, Aufkleber, Plakate und Graffitis, die im öffentlichen Raum wiederzufinden sind. VIEL SPASS BEIM ERKUNDEN DER SPRACHLANDSCHAFT BERLIN, BRANDENBURGS!

Für weitere Informationen zu aktuellen Forschungsprojekten sowie Aktivitäten am Zentrum „Sprache, Variation und Migration“ besuchen Sie bitte unsere Webseite unter https://www.uni-potsdam.de/de/svm/index!
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(Zentrum „Sprache, Variation und Migration“ in Zusammenarbeit mit dem Institut für Romanistik | Universität Potsdam)

Verantwortlich für diesen Programmpunkt:

Zentrum für Sprache, Variation und Migration

Bilder-Nachweis / Copyright

Banner-Bild: © Özlem Kahyalar
Übersichtsbild: © Özlem Kahyalar