Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

© Jens Fischer & Michael Meyer

Von Schafsleber und Kaffeesatz – Orakel gestern und heute

Von Schafsleber und Kaffeesatz – Orakel gestern und heute

Tarot, Kaffeesatz oder Astro TV – diese, oder zumindest ähnliche Dinge kommen wohl den meisten Menschen in den Sinn, wenn sie das Wort „Orakel“ hören. Die „Wahrsagerei“ bzw. (um einen Fachbegriff zu verwenden) die Divination besitzt in der modernen Gesellschaft einen ziemlich spezifischen Stellenwert. Mit ihr verbundene Aussagen finden sich daher auch eher im Mittelteil eines Boulevardmagazins als auf der Titelseite renommierter Tageszeitungen. Dementsprechend würde es wohl kaum ein angesehener Politiker wagen, sich von einer Wahrsagerin oder einem Wahrsager bei seiner Entscheidungsfindung beraten zu lassen. Zumindest dann nicht, wenn er vorhat, angesehen zu bleiben. Das war nicht immer so! In der Antike war die Divination für alle Schichten der Gesellschaft ein fester Bestandteil des Alltags. Menschen wandten sich an Orakel oder nutzten andere Formen der Divination, um Hilfe bei allen möglichen Unternehmungen zu erhalten. Der kleine Kaufmann, der zu einer Handelsreise aufbrach, unterschied sich hier kaum von dem mächtigen König, der seinen nächsten Feldzug plante. Die Tatsache aber, dass sich unser Verhältnis zur Divination über die Jahrtausende derart gewandelt hat, führt unweigerlich zu einer verzerrten Perspektive auf das antike Phänomen. Die Aufgabe dieses Beitrages ist es daher, dies bis zu einem gewissen Grade zu korrigieren und dabei die Unterschiede zwischen damals und heute ebenso aufzuzeigen wie die Gemeinsamkeiten.

Verantwortlich für diesen Programmpunkt:

Historisches Institut

Bilder-Nachweis / Copyright

Banner-Bild: © NikosFF, 15.Δελφοί GR-H07-0007, Zuschnitt von Jens Fischer, CC BY-SA 4.0
Übersichtsbild: © Skyring, Delphi Temple of Apollo, Zuschnitt von Jens Fischer, CC BY-SA 4.0