POTSDAMER TAGE
DER WISSENSCHAFTEN

Ask a Scientist

Prof. Dr. Bettina Matzdorf

Mitschnitt des Live-Streams vom 8. Mai, 14:30 Uhr
Moderation: Thomas Prinzler

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Prof. Dr. Bettina Matzdorf

Forschungsbereich: Zahlungen für Ökosystemleistungen

Frau Prof. Dr. Bettina Matzdorf leitet eine interdisziplinäre Forschungsgruppe am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V., die sich mit Zahlungen für Ökosystemleistungen beschäftigt. Sie hat zudem eine Professur für „Ökosystemleistungen – Ökonomische und planerische Aspekte“ an der Universität Hannover inne. Mit AgoraNatura entstand unter ihrer Leitung ein Online-Marktplatz für zertifizierte Naturschutzprojekte (www.agora-natura.de). Hier können sich Menschen finden, um gemeinschaftlich und effektiv in ihrer Region Naturschutz zu unterstützen. Hier treffen die Landwirtin auf den engagierten Unternehmer und der Landschaftspfleger auf die Bienenfreundin. Gemeinsam sorgen sie für mehr biologische Vielfalt und Naturleistungen in der Landschaft: Die einen durch ihren Einsatz auf der Fläche – das Ansäen, Pflegen oder einen behutsamen Rückzug. Die anderen durch ihre finanzielle Unterstützung. Investorinnen und Investoren unterstützen zertifizierte Naturschutzprojekte durch den Erwerb von Naturschutzzertifikaten. Landnutzerinnen und Landnutzer, Umweltorganisationen und -akteure setzen diese Projekte schließlich um. Gemeinsam schaffen sie zusätzliche Naturschutzflächen mit messbarem Mehrwert.

Gestellte Fragen

Vom 12. April bis zum 5. Mai 2021 konnten auf den Seiten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Fragen gestellt werden, welche im Live-Stream am 8. und 9. Mai 2021 beantwortet wurden (zum Mitschnitt des Streams). Folgende Fragen wurden an gerichtet

:
 

13 Fragen

  1. Was war Ihre Motivation, in die Agrarforschung zu gehen? Wie ist Ihr Werdegang bis heute?

  2. Wird mit dem Konzept der Zahlungen für Ökosystemleistungen ein wirtschaftlicher Nutzen der Natur für den Menschen errechnet?

  3. Auch AgoraNatura will Naturschutz oft auf den Flächen der Landwirtschaft umsetzen. Doch die erste Aufgabe landwirtschaftlicher Betriebe ist die Produktion von Nahrungsmitteln, womit sie in der Regel auch schon gut beschäftigt sind. Wird das nicht zu viel für die Betriebe, wenn sie jetzt noch Naturschutz betreiben sollen?

  4. Plakativ gefragt: Wieso kann die Finanzierung von Naturschutzmaßnahmen nicht in den Preis für landwirtschafliche Produkte im Supermarkt miteinfließen?

  5. Was sagt die Forschung, wann sind Menschen bereit, Naturschutz zu unterstützen?

  6. Brauchen wir ähnlich wie für eine CO2-Kompensation auch einen Beitrag für den Erhalt der Ökosystemleistungen? Wird damit perspektivisch nicht alles teurer?

  7. Warum kümmert sich der Staat nicht um die Ökosystemleistungen?

  8. Gibt es benefits für Groß- oder Langzeitspender wie es bei großen NGOs der Fall ist? (Mitgliedertreff, Veranstaltungen wie Vorträge oder auch Besuche?)

  9. Was muss getan werden, vom Einzelnen bis hin zum Land Deutschland, um das Ziel starker, intakter sowie langlebiger Ökosysteme zu erreichen?

  10. Wie hoch, sofern es messbar ist, ist der Beitrag von AgoraNatura zum a) Naturschutz und b) Erhalt bzw. Stabilisierung von Ökosystemen?

  11. Spannendes Projekt! Wird es etwas ähnliches wie AgoraNatura bald auch in Österreich geben? Viele Grüße aus Graz!

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