POTSDAMER TAGE
DER WISSENSCHAFTEN

Ask a Scientist

Prof. Dr. Birgit Elsner

Mitschnitt des Live-Streams vom 8. Mai, 17:30 Uhr
Moderation: Thomas Prinzler

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Prof. Dr. Birgit Elsner

Forschungsbereich: Frühkindliche Entwicklung des Denkens

Prof. Dr. Birgit Elsner leitet seit 2008 die Abteilung für Entwicklungspsychologie an der Humanwissenschaftlichen Fakultät sowie das BabyLab der Universität Potsdam (gemeinsam mit Prof. Dr. Barbara Höhle). Ihre Forschung untersucht die Entwicklung des Denkens und kognitiver Fähigkeiten bei Babies und Kleinkindern (v.a. Handlungsverständnis, Imitationslernen, Steuerung intentionaler Handlungen). Mittels neurowissenschaftlicher Methoden (z.B. Elektroenzephalogramm, EEG) interessieren dabei auch die Zusammenhänge zwischen Gehirnentwicklung und kognitiven Fähigkeiten. Eine besondere Herausforderung bei dieser Forschung ist, dass Babies nicht über ihre Gedanken oder Gefühle sprechen können. Aber aus der Beobachtung des Nachahmungs- oder Blickverhaltens kann man erschließen, wie sich in den ersten Lebensjahren die Fähigkeiten entwickeln, durch die Beobachtung von Handlungen für eigenes Verhalten zu lernen, oder das Verhalten von anderen Personen wahrzunehmen und zu verstehen. Geboren und aufgewachsen in der Nähe von Hameln absolvierte Prof. Elsner Anfang der 1990er Jahre ihr Psychologie-Studium an der Georg-August-Universität Göttingen. Nach ihrer Promotion am Max-Planck-Institut für Psychologische Forschung in München sowie der Habilitation an der Universität Heidelberg wechselte sie 2007 an die Universität Potsdam.

Gestellte Fragen

Vom 12. April bis zum 5. Mai 2021 konnten auf den Seiten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Fragen gestellt werden, welche im Live-Stream am 8. und 9. Mai 2021 beantwortet wurden (zum Mitschnitt des Streams). Folgende Fragen wurden an gerichtet

:
 

8 Fragen

  1. Was halten Sie von Tablets in Kindertagesstätten? Zur Zeit gibt es in manchen Kitas Tablets in den Gruppen. Das wird mitunter damit begründet, neue Inputs schaffen zu wollen und den Kindern schon früh beizubringen, verantwortungsvoll mit Technik umgehen zu können.

    Wie schätzen Sie die Nutzung dieser Elektronik im Kindesalter ein? Ab wann könnte es wirklich sinnvoll sein und wie lange könnten solche ‚Hilfsmittel‘ eher hinderlich in der Entwicklung sein?

    Vielen Dank!

  2. Stimmt das wirklich dass Kleinkinder sich quasi ein Ziel in der geistigen Entwicklung stellen das bzw., das Nachmachen von Verhalten des jeweiligen Elternteils ist? Damit meine ich, ob es wirklich stimmt das Kinder deswegen im Verhalten wie die Eltern werden?

  3. Warum haben Sie sich für eine Professur an der Universität Potsdam entschieden und worin besteht Ihre Motivation gerade in diesem Bereich zu forschen?

  4. Welchen Einfluß hat Streß auf die kognitive Entwicklung von Babies und Kleinkindern? Können Kinder, die streßßfreier aufwachsen ihrer kognitiven Fähigkeiten anders entwickeln, als solche, die viel Unruhe/Streß ausgesetzt sind?

  5. Gibt es Erkenntnisse aus der Arbeit in Ihrem Labor, die Sie besonders überrascht haben (bei denen Sie spontan gesagt haben: Das hätte ich nicht gedacht!)?

  6. Sind in den letzten Jahren bereits Auswirkungen der Digitalisierung auf die frühkindliche Entwicklung registriert worden und wenn ja, welche?

    Falls nein, spielt diese Thematik im Forschungsbereich „Frühkindliche Entwicklung des Denkens“ eine Rolle?

  7. Werden Besonderheiten (zB. hoher IQ, hohe Kreativität…) immer in jungen Jahren festgestellt oder sind solche in diesem Alter deutlich erkennbar?

  8. Welche Forschungsfragen werden bei Ihnen aktuell untersucht?
    Was war bisher ihr spannendstes Forschungsergebnis?
    Können Sie aus Ihrer Forschung heraus Tipps für Eltern geben, wie diese ihr Kind in der Entwicklung unterstützen können oder was sie vermeiden sollten?

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