POTSDAMER TAGE
DER WISSENSCHAFTEN

Ask a Scientist

Prof. Dr.-Ing. Klaus Höschler

Mitschnitt des Live-Streams vom 8. Mai, 16:00 Uhr
Moderation: Thomas Prinzler

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Prof. Dr.-Ing. Klaus Höschler

Forschungsbereich: Neue, klimaneutrale Luftfahrtantriebe

Prof. Dr.-Ing. Klaus Höschler studierte Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Turbomaschinen an der RWTH Aachen und promovierte dort zu Material- und Lebensdauermodellen für Hochtemperaturwerkstoffe. Nach einer 16-jährigen Industrietätigkeit in diversen. Fach- und Führungspositionen in der Luftfahrtindustrie, unter anderem als Chefkonstrukteur für Flugtriebwerke, arbeitet er seit 2012 als Professor für Flug-Triebwerksdesign an der BTU Cottbus-Senftenberg. Neben seiner Tätigkeit als Professor ist er als Studiengangsleiter zuständig für die inhaltliche Ausgestaltung des Studiengangs Maschinenbau, Sprecher des Instituts für Verkehrstechnik, Mitglied im akademischen Senat sowie Direktor des Rolls-Royce Forschungszentrums University-Technology-Centre (UTC) an der BTU zum Thema „Multidisciplinary Process Integration“. Die BTU ist damit Teil eines weltweiten Forschungsnetzwerkes hochkarätiger Universitäten. Zusätzlich bereitet Prof. Höschler zusammen mit seinem Kollegen Prof. Georg Möhlenkamp und der akademischen Mitarbeiterin Frau Dr. Jane Worlitz ein in Europa einzigartiges Zentrum zur Erforschung neuartiger Luftfahrtantriebe, den sogenannten hybrid-elektrischen Antrieben, vor. Diese werden einen entscheidenden Anteil an der Erreichung der Klimaneutralität der Luftfahrt bis zum Jahr 2050 haben. Das Forschungszentrum namens CHESCO (Centre for Hybrid-Electric Systems Cottbus) wird hierbei in enger Abstimmung mit dem sich parallel im Aufbau befindenden Institut für Elektrifizierte Luftfahrtantriebe des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt vorbereitet und gebaut. Prof. Höschler forscht zu den Schwerpunkten Triebwerksinstallation und –integration, Automatisierung von Konstruktions- und Analyse-Methoden sowie Multifunktionale Systemintegration. Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Forschungsbereiche. In zukünftigen Flugzeugen wird die Antriebstechnik sehr viel stärker in die Flugzeugstruktur integriert. Insbesondere bei sogenannten verteilten Systemen, bei denen mehrere elektrisch angetriebene Propeller an den Flügeln verteilt werden, spielen die geometrische, die thermische und die elektrische Integration eine sehr große Rolle. Die Erforschung und schnelle Inbetriebnahme dieser neuen Antriebe kann nur durch schnelle Innovationszyklen erreicht werden, die wiederum auf automatisierte Konstruktions- und Analysemethoden angewiesen sind. Die Minimierung des zusätzlichen Gewichtes kann z.B. durch die Integration mehrerer Funktionen innerhalb einer Komponente unter Berücksichtigung der hohen Sicherheitsanforderungen der Luftfahrt erreicht werden.

Gestellte Fragen

Vom 12. April bis zum 5. Mai 2021 konnten auf den Seiten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Fragen gestellt werden, welche im Live-Stream am 8. und 9. Mai 2021 beantwortet wurden (zum Mitschnitt des Streams). Folgende Fragen wurden an gerichtet

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10 Fragen

  1. Wird es irgendwann einen aktiven Flugtaxi Verkehr geben? Wäre der Massenbetrieb eines solchen wirtschaftlich rentabel?

  2. Inwiefern hat die Materialforschung einen Einfluss auf die Entwicklung neuer Antriebssyteme?

  3. In welcher Höhe werden die Flugzeuge in Zukunft fliegen bzw. fliegen können? (z.B. wegen des nicht mehr erforderlichen Sauerstoffs zur Verbrennung)

  4. Wird es (technisch und rechtlich) autonome Flugzeuge für den Personentransport geben?

  5. Werden Flugzeuge durch alternative Antriebe leiser?

  6. Die benötigte Energie steigt im Vergleich zur Geschwindigkeit quadratisch. Welche Geschwindigkeit macht für Flugzeuge noch energetisch Sinn?

  7. Wie klimaneutral sind die klimaneutralen Antriebe wirklich? Welchen Gesamtwirkungsgrad haben diese Antriebe?

  8. Wird es in der Zukunft wieder mehr Zeppeline als Transportmittel (z. B. für Waren) geben?

  9. In welchen Fächern sollte ich gut sein, damit ich beim Studium keine Probleme bekomme?

  10. Wie viele Studierende sollten besser nicht studieren?

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